St.Gallen, :,

Die Welt in einem

Sandkorn sehen

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Die Welt in einem Sandkorn sehen

«Start» ist in Grossbuchstaben auf eine Leinwand beim Eingang zum neuen Kreativzentrum Sandkasten gemalt. Daneben steht eine Künstlerin aus St. Gallen, seit Januar Mitglied beim Atelier im Sandkasten. «Probiert es aus», fordert sie die Neugierigen auf, die um die Staffelei herumstehen. Die leere Leinwand dient als Metapher für das Atelier: ein weisses Blatt Papier, auf dem jeder seine Striche malen darf. Für die Künstlerin ist das Atelier eine Gelegenheit, den Austausch mit anderen Künstlerinnen und Designern zu fördern und sich zu vernetzen. Wer am Nachmittag dieses verregneten Ostersamstags den Weg durchs verregnete St.Gallen in die alte Fabrikhalle beim Friedhof Feldli fand, bekam die ganze Bandbreite des Ateliers im Sandkasten zu Gesicht. Und es zieht alle an – vom 7- bis zum 70-Jährigen. Kulturelle Teilnahme versus Teilhabe: Was an vielen kreativen Vororten erzählt wird, scheint hier selbstverständlich zu sein. Das Atelier bietet den Zugang, um eben nicht nur teilzunehmen, sondern auch teilzuhaben. Ein einfaches Bottom-Up-Konzept ermöglicht, dass eine Art Offspace entstanden ist, der für 50 Franken pro Jahr allen eine Möglichkeit zum Arbeiten bietet – und endlich auch den niederschwelligen kulturellen Austausch in St. Gallen begünstigt.

 

In Zusammenarbeit mit Roman Karrer entstanden Kommunikation und Booking zur Eröffnung.

Blumen

Kunde: Sandkasten St.Gallen
Grafik: Roman Karrer
Danke: Marcio Ferreira Dos Santos, DPBO, Wassily, Elio Ricca, Niklaus Reichle
Text: Luca Ghiselli, Saiten

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