St.Gallen, :,

Die Parklücke

in Kopenhagen

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Die Parklücke in Kopenhagen

«Ihre heutige Fahrt mit dem Autozug», steht auf dem Zettel, den Don vom Deutschen Bahnmitarbeiter erhält. «Aufgrund des Unwetters kann Ihre Fahrt nicht planmässig durchgefürt werden. Ihren Unmut über diesen kurzfristigen Ausfall kann das Autozug-Team absolut nachvollziehen.» Don ist hässig, aber nur kurz. Auf diese Reise hat er sich lange gefreut. Mit dem neuen alten VW-Bus nach Skandinavien. Don dreht seine schwarzen Beats-Lautsprecher auf, drückt Play, dann das Pedal und fährt los. Nürnberg – Leipzig – Ostsee – Dänemark. 1000 Kilometer später erwartet ihn in Kopenhagen die quälende Müdigkeit, der Kampf mit den Augen. Hotelzimmer, Bett, Tiefschlaf. Am nächsten Morgen weckt ihn die Sonne. Der Himmel ist blau, das Frühstück ausgiebig. Doch Don zieht es weiter: Jetzt erst recht. Nur Minuten später, vor einer Parklücke stehend, fällt das euphorische Freiheitsgefühl in sich zusammen: Der VW-Bus ist weg. Weg, geklaut, verschwunden. Bis heute. «Es hat schon beschissen angefangen», erzählt er bei einer Tasse Schwarztee zurück in St.Gallen. «Vielleicht finde ich einen Nachfolger», seufzt Don. «Würdet ihr mich nochmals bei der Kommunikation unterstützen?» Nein sagen – nein.

Blumen

Kunde: Karl-Heinz Friedrich II.
R.I.P: Karl-Heinz Friedrich I.

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